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Titel:LVerfG Schleswig-Holstein: Das Land hat keine Gesetzgebungszuständigkeit für eine wasserrechtliches Fracking-Verbot
Autor:
Behörde / Gericht:LVerfG Schleswig-Holstein
Datum:06.12.2019
Aktenzeichen:LVerfG 2/18
Gesetz:WHG, GG, LVerfGG
Typ:Rechtsprechung
Kategorien:Landesverfassungsrecht, Wasserrecht
Rechtsstand:
Dokumentennummer:20005421

LVerfG Schleswig-Holstein: Das Land hat keine Gesetzgebungszuständigkeit für eine wasserrechtliches Fracking-Verbot

LVerfG Schleswig-Holstein, Urteil vom 06.12.2019 – LVerfG 2/18

Leitsätze des Gerichts:

  1. In Verfahren in den Fällen des § 3 Nr. 7 LVerfGG – Streitigkeiten über die Durchführung von Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksentscheiden – ist das Landesverfassungsgericht nicht auf eine Kontrolle der vom Landtag in dessen Entscheidung benannten Gründe beschränkt, sondern prüft umfassend die Zulässigkeit der Volksinitiative nach Art. 48 Abs. 1 und 2 LV.
  2. Die Entscheidungszuständigkeit des Landtages im Sinne von Art. 48 Abs. 3 i.V.m. Abs. 1 LV umfasst auch die Überprüfung der Verbandskompetenz des Landes Schleswig-Holstein. Dasselbe gilt daher auch für die Prüfungskompetenz des Landesverfassungsgerichts in den Verfahren in den Fällen des § 3 Nr. 7 LVerfGG.
  3. Der Bundesgesetzgeber hat zu Fracking von seiner Gesetzgebungszuständigkeit mit § 9 Abs. 2 Nr. 3 und 4 sowie § 13a WHG umfassend Gebrauch gemacht und dazu eine abschließende Regelung getroffen. Diese Regelungen sind stoffbezogen und daher abweichungsfest im Sinne des Art. 72 Abs. 3 Satz 1 Nr. 5 GG.

Bitte das Urteil über unten stehenden Link öffnen.

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